Soffie: Für immer Frühling – Predigt zum Ewigkeitssonntag

Die folgende Predigt spielt mit „Für immer Frühling“ von Soffie. Als Bibeltexte wurde Luther2017 verwendet.

Lesung aus der Schrift: Offenbarung 21,1-7

Wir hören nun ein Musikstück von Soffie, es heißt „für immer Frühling“ und wird Teil der Predigt sein:
Lied: Soffie: Für immer Frühling

Predigt
Soffie, 27 Jahre und aus Baden-Württemberg stammend, hat einen Traum und zwischen Weihnachten und Neujahr 2023 schreibt sie ihn auf:
Ich hab‘ neulich geträumt
Von einem Land, in dem für immer Frühling ist
Hier gibt es Kaviar und Hummer im Überfluss
Keiner hier, der hungert, und niemandem ist kalt
Vanilleeis zum Nachtisch, alle sterben alt
In das Land, in dem für immer Frühling ist
Darf jeder komm’n und jeder geh’n, denn es gibt immer ein’n Platz am Tisch
Rotkarierter Stoff, keine weißen Flaggen mehr
Alle sind willkomm’n, kein Boot, das sinkt im Mittelmeer

Man merkt, dass Soffie Gerechtigkeit und Willkommenskultur wichtig ist.
Und das schöne ist: Sie schimpft nicht, sie träumt. Sie singt uns all die positiven Dinge.
Und schon beim ersten Hören dachte ich mir:
Hat das Lied biblischen Hintergrund?
Erzählt sie vom Reich Gottes?
Denn so vieles ist auch der Traum der Bibel:
Hören wir nochmal die erste Strophe:

erste Strophe spielen

Der Kaviar im Überfluss erinnert an den Psalm 23: Du deckst mir einen Tisch und schenkst mir voll ein.
Und „alle sterben alt“ könnte direkt dem Jesajabuch, einem der Bibeltexte für den heutigen Sonntag, entnommen sein: „Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt,“ (Jes 65,20)
Und auch die Willkommenskultur findet sich in unserem Predigttext, denn dort ist davon die Rede, dass alle Völker Gottes Volk sind.
Auch in der zweiten Strophe beschreibt Soffie dieses Land, von dem sie träumt, sehr lebendig:

zweite Strophe spielen

Ja, es ist ein Land, das für mich einfach auch Gottes Reich beschreiben könnte. Ein Land ohne Mauern, in dem man ehrlich miteinander umgeht. Ein Land ohne Ertrunkene auf der Suche nach einem besseren Leben und ohne Krieg.
So beschreibt es auch die Offenbarung des Johannes:
Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein. (Offb 21,4)
Und diese Übereinstimmung geht für mich in der dritten Strophe weiter:


Strophe 3 spielen


„Du nennst es Utopie, ich nenn`es Heimat“: Ja, ich nenne es auch Heimat. Meine Heimat bei Gott.
Eine Heimat, die ich mir hier im Leben auf der Erde schon ersehne.
Eine Heimat, die ich betreten darf, wenn ich gestorben bin. Eine Heimat, für die es kaum Worte gibt, weil sie so schwer zu beschreiben ist und so utopisch ist.
Und vielleicht ist dann so ein Lied gut, das gar nicht theologisch gedacht war. Ein Lied, bei dem ich mitträumen kann, von der Heimat bei Gott, der Stadt und dem Land in dem Gott mit uns wohnt. Von dem Ort, in der für immer Frühling ist und die Sommer unendlich grün.
Dem Ort, von dem wir glauben, dass unsere Verstorbenen schon hingegangen sind.
Und dem die Bibel weitere Beschreibungen hinzufügt: Dass es eben keinen Tod mehr gibt, keine Tränen, kein Leid, kein Schmerz, kein Schreien.
Ja, von diesem Land träume ich mit Soffie, bis ich irgendwann auch einmal dort sein werde.
Amen.

Hören wir das Lied im Ganzen nochmals:

Lied: Soffie: Für immer Frühling

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