Kurzpredigt zu Ostern

Diese Predigt wurde für einen Ostergottesdienst mit mehreren Lesungen und Impulsen entworfen. Daher wird hier auf eine biblisch-theologische Betrachtung verzichtet. Sie bezieht sich auf die Karte „Schmetterling“ der Stiftung Marburger Medien.

Rechte: Stiftung Marburger Medien

Ich habe eine Karte mitgebracht, die ich mir extra schon zwei Jahre für Ostern aufgehoben habe:
Abgedruckt sind Teile eines Textes von Heinrich Böll:
„Wenn die Raupen wüssten, was einmal sein wird,
wenn sie erst Schmetterlinge sind,
sie würden ganz anders leben:
froher, zuversichtlicher und hoffnungsvoller.
Der Tod ist nicht das Letzte.
Der Schmetterling ist das Symbol der Verwandlung,
Sinnbild der Auferstehung.
Das Leben endet nicht, es wird verändert.
Der Schmetterling erinnert uns daran,
dass wir auf dieser Welt nicht ganz zu Hause sind.“

Ich weiß nicht, wie religiös Heinrich Böll war, er ist auf jeden Fall religiös aufgewachsen.

Ich finde den Text ein schönes Bild: Es zeigt die Osterbotschaft noch einmal ganz anders:Wir sind wie die Raupen. Wir leben jetzt unser Leben. Mit all dem schweren und leichten.
Wir versuchen alles in unser Leben hineinzupacken.
Eigentlich kommt da aber auch noch was.
Wir haben keine Ahnung was. So wenig wie die Raupe vom Leben als Schmetterling.

Wir sind in dieser Welt nicht ganz zu Hause, daran erinnert uns der Schmetterling – und Ostern.
Amen.

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