„Auf Tuchfühlung“: Entwurf eines Gottesdienstes zum Karfreitag

Material: 2 Tücher, 1 liegt über Altar, Würfel davor. Efeuzweige (austeilen)

Tuch und Würfel am Altar.
Tuch und Würfel am Altar. Foto: Gerhard Beck


Stuhlstellung: Nur wenige Stühle

Begrüßung:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm 22 in Auswahl (Luther2017)

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
Aber du bist heilig,
der du thronst über den Lobgesängen Israels.
Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.
Ich bin ausgeschüttet wie Wasser,
alle meine Gebeine haben sich zertrennt;
mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs.
Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe,
und meine Zunge klebt mir am Gaumen,
und du legst mich in des Todes Staub.
Sie teilen meine Kleider unter sich
und werfen das Los um mein Gewand.
Aber du, HERR, sei nicht ferne;
meine Stärke, eile, mir zu helfen!

Lesungen zur Passion und Todesstunde, z.B. nach Johannes.

In Lesung: Osterkerze wird ausgeblasen
Nach Lesung: 1 Tuch wird als Grabtuch ausgelegt

Fürbitten:
Die Welt ist voller Leid. Voller ungerechter Tode. Sicher haben Sie auch etwas, das Ihnen einfällt.
Lasst uns als Zeichen unserer Fürbitte den Efeu, mit dem am Palmsonntag gejubelt wurde und gestern der Tisch geschmückt wurde, auf das Tuch legen.

Efeu auf dem „Grabtuch“. Foto: Gerhard Beck

Psalm 22 in Auswahl (Luther2017)
Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern, ich will dich in der Gemeinde rühmen:
Rühmet den HERRN, die ihr ihn fürchtet;
Denn er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen;
und da er zu ihm schrie, hörte er’s.
Dich will ich preisen in der großen Gemeinde,
Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden;
und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen;
Es werden gedenken und sich zum HERRN
bekehren aller Welt Enden
und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Völker.
Denn des HERRN ist das Reich,
und er herrscht unter den Völkern.
Ihn allein werden anbeten alle Großen auf Erden;
vor ihm werden die Knie beugen alle,
die zum Staube hinabfuhren
und ihr Leben nicht konnten erhalten.
Er wird Nachkommen haben, die ihm dienen;
vom Herrn wird man verkündigen Kind und Kindeskind.
Sie werden kommen
und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk,
das geboren wird. Denn er hat’s getan.

Vater unser

Segen
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Lasst uns gehen im Frieden!

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