Mehr Portale, mehr Puzzleteile

Eine Gruppe von Puzzleteilen liegt auf dem Boden

Seit einigen Monaten mache ich Ahnenforschung und habe schon viel erfahren. Ich lerne etwas darüber, dass Familienerzählungen nur Teile der historischen Wahrheit wiedergeben, entdecke fremde Ururgroßeltern und erfahre von Heimatgefühlen.

Manchmal ist es aber etwas frustrierend: Man kommt einfach nicht weiter. Bei mir sind es gerade zwei Urgroßmütter. Ich habe einen Namen, vielleicht ein Geburts- oder Todesdatum, aber keine Eltern, keine Wohnorte. Dann ist Ahnenforschung wie Puzzlen: Ich habe Teile in der Hand, setze sie zusammen, merke einige Fehlen. Überlege, wo ich diese herkriegen kann. Versuche es noch einmal.

Ein guter Ort um Teile zu finden sind Ahnenforschungsportale. Standardmäßig habe ich ja meinen Stammbaum bei Geneanet.org, da es eine kostenlose Seite ist (na gut, ich zahle für den Premiumaccount) und vor allem mit Sitz in Frankreich. Damit hat sie auch einen eher europäischen Schwerpunkt. Des Weiteren habe ich für ein halbes Jahr einen Bezahlaccount bei ancestry. Ancestry hat einige deutsche Archive gescannt, wie das Landesarchiv Berlin.

Ich habe lange gerungen einen Account bei den Mormonen, bei familysearch.org zu eröffnen und hinterlege auch dort keine Daten. Ich will nicht, dass sie in den Weltweiten Familytree einfließen und zur Totentaufe genutzt werden. Aber die Mormonen haben einige Unterlagen.

Keinen Account braucht man bei der vor allem katholischen Kirchenbuchseite Matricula Online.

Gestern habe ich mir gedacht: Nutze ich mal das Probeabo von myheritage. Vielleicht haben die ja auch Unterlagen, die die anderen noch nicht haben.

Und siehe da: Ein fehlendes Puzzleteil. Von meinem Ururgroßvater Franz Winchen (geb. 1849) fiel mir die Heiratsurkunde in die Hände. So hatte ich ein Geburtsdatum und die Namen seiner Eltern sowie die seiner Frau und Schwiegereltern. Und dann lohnt es sich die Originale zu lesen: so konnte ich sehen, dass seine Schwiegermutter bei der Hochzeit bereits verstorben war und die Sterbeurkunde suchen.

Und dann stockte ich. Aber ich übertrug die beiden gefundenen Daten zu ancestry. Da ploppten plötzlich weitere Urkunden auf. Und jemand anders mit meinen Personen in Stammbaum. Sowie den Hinweis, dass meine Urururgroßeltern in einem Stammbaum bei geneanet vorkämen. Und den Mormonen. Und schon bin ich 3 Generationen weiter.

Puzzleteil gefunden, weitergepuzzlet. So soll es sein!

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